Der japanische Unterhaltungselektronikkonzern Sony und das schwedische Unternehmen Ericsson lösen ihr Joint-Venture und gehen getrennte Wege. Wie Ericsson heute ankündigte, übernimmt Sony den 50-prozentigen Ericsson-Anteil für insgesamt 1,05 Milliarden Euro.

Sony und Ericsson gehen getrennte Wege
Zudem liefen die Geschäfte von Sony Ericsson in den vergangenen Jahren nicht mehr so gut wie zu Beginn im Jahr 2001. Laut Unternehmensangaben machte Sony Ericsson in den Monaten von Juli bis September zwar 1,58 Milliarden Euro Umsatz, konnte dabei aber keinen Gewinn erwirtschaften. Trotz großer Konkurrenz auf dem Smartphonemarkt kündigte das Unternehmen bereits vor einigen Monaten an, sich komplett auf die multifunktionalen Mobiltelefone zu konzentrieren und keine herkömmlichen Handys mehr zu produzieren. Zwar sind im Smartphone-Segment Hersteller wie Apple und Samsung starke Konkurrenten, allerdings wächst der Markt noch immer überdurchschnittlich stark.
Sony möchte zudem auf Synergieeffekte setzen. Sowohl Smartphones als auch Tablets setzen auf Android als Betriebssystem, eine Zusammenführung dieser Produkte könnte zusätzliche Käufer gewinnen. Bislang liefen Smartphones allerdings unter dem Namen Sony Ericsson getrennt von der Tablet-Sparte, die unter Sony firmierte. In Zukunft sollen aber nicht nur Smartphones und Tablets enger zusammenarbeiten, auch die hauseigenen Fernsehgeräte und Spielekonsolen wie die PSP oder die PS3 sollen Kunden für andere Produktsegmente anlocken.
Einen Schritt in diese Richtung ging Sony bereits mit dem als „Playstation Phone“ bekannt gewordenen Xperia Play. Dieses Android-Smartphone setzt auf eine spezielle Playstation-App und verfügt über Controller wie eine mobile Spielkonsole. In Zukunft dürften Playstation-Spiele auch ihren Weg in Sonys Fernsehgeräte und auf Tablets von Sony finden. Und auch auf Messen dürfte sich ein einheitlicher Firmenname besser machen als zwei getrennte Sparten für Unterhaltungselektronik und Mobilfunk – bereits auf der IFA 2011 in Berlin präsentierte Sony sowohl Fernsehgeräte und Tablets als auch Sony-Ericsson-Smartphones in einer gemeinsam genutzten Halle. Gerüchte über eine Trennung von Sony und Ericsson gab es zudem schon seit einiger Zeit.